Samstag, April 7

Rezension: Das Land der verlorenen Träume - Caragh O'Brie

Allgemeine Infos:

Englischer Titel: Prized
Autoren: Caragh O'Brien
Genre: Dystopie
Verlag: Heyne
Erscheindatum: Januar 2012
HC-Seiten: 462
ISBN: 9783453267282
Preis: 16,99€
Der zweite Teil der Birthmarked-Reihe.

Cover

randomhouse.de/heyne
Das englisch Cover zu "Prized" (hier!) passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch, da man auch das Monokel der Matrarch und den angedeuteten Nebel am Rand bzw. auf dem Buch sieht. Das Design im Hintergrund ist ebenfalls einfach wundervoll, da auch die Schrift und der geschwungene Hintergrund sehr schön sind und meiner Meinung nach zum Buch passen.
Was ich aber komisch finde ist, dass der erste Teil im englischen Braun ist und im deutschen Dunkelblau und dass es im zweiten Teil genau umgekehrt ist.
Aber auch das deutsch Cover ist sehr schön, da ich ja auch schon das erste einfach toll fand. Schließlich ist das zweite Cover ja auch fast das gleiche wie beim ersten Buch, es ist zwar ein wenig einfallslos, da zum größten Teil eigentlicht nur die Farbe geändert wurde und trotzdem kann ich mich nicht darüber beschweren. Ich finds toll.






Das erste Kapitel, der letzte Satz und mein Lieblingszitate

Das erste Kapitel heißt das Ödland.
Und weil der letzte Satz des Buches so viel schöner ist als der Erste, gibt es ihn hier für euch:
Und in diesem Moment war sie glücklich - sehr sogar. (Einfach markieren  und Lesen ;) )
Außerdem habe ich in dem Buch mindestens 6 Lieblingszitate, da ich hier aber nicht einfach alle posten kann, werde ich als Kompromiss nur die Hälfte niederschreiben :)

Dann griff sie nach der Uhr, dem Einzigen, was ihr von ihren Eltern geblieben war, und hielt sie ins Licht. Sie fuhr mit dem Daumen über die Gravur im Deckel: "Das Leben zuerst." (S.42)
Sie wünschte, sie könnte sich einfach fallen lassen, und er wäre für sie da, nur dieses eine Mal. Warum sollte nicht auch sie einmal einen Wunsch frei haben? (S.276)
»Was gäbe ich darum, jetzt deine Gedanken zu lesen«, sagte er.
Was immer du tust, bitte küss mich jetzt nicht. (S.358f.)

Schreibstil

Wie auch schon im ersten Teil hat mir der Schreibstil sehr gefallen, die Geschichte war nicht zu anspruchvoll, aber auch nicht anspruchslos. Es gab viele nette, lustige, spannende und liebevolle Szenen, die authentisch waren und immer zu den jeweiligen Personen gepasst haben, es gab keine Stelle, an der ich mir gewünscht hätte, da würde was anderes stehen. Machmal musste ich ein paar Sätze nochmal lesen, aber das lag meistens am Schock. Ich denke die Autorin hat sich Mühe gegeben und sich Zeit gelassen mit dem Schreiben. Und unbekannte Worte wurden erklärt, da Gaia so begriffstutzig ist. Manchmal hat es mich jedoch sehr gewundert, als Worte oder Namen aufgetaucht sind, die ich nie in dem Buch vermutet hätte. Auch die Geheimschriften im Buch waren sehr schön dargestellt.
Manchmal ist es mir jedoch schwer gefallen mir alle Namen zu merken, da manche nicht so gebräulich sind. Was aber kein Nachteil ist, da man nach einem kurzen Gespräche zwischen Gaia und der Person sofort wieder wusste wer sie ist.
Für mich gab es aber sonst nichts, über was ich mich sonst beklagen könnte.

Inhalt

Wie schon im ersten Teil geht es um die Hebamme Gaia und ihre Lieben.
Am Ende des ersten Teils flüchtete Gaia, mit ihrer Neugeborenen Schwester Maya, aus der Enklave und hofft das Dorf zu finden, von dem schon ihre Großmutter geredet hat. Doch das, was sie in diesem Dorf mit dem Namen Sylum erwartet, hätte sie sich nie erträumt. Es ist genau das Gegenteil zu ihrer alten Heimat und sie ist sich unsicher, ob sie das gut oder schlecht finden soll. Nach einer Zeit gewöhnt sie sich aber an das Dorf und erst ein Freund in Gefahr zeigt ihr wieder, dass alles an dem Ort verkehrt ist. Im Laufe des Buches versucht sie immer wieder sich gegen die Regeln aufzulehen, da sie ihr so ungewöhnlich vorkommen und es widerstrebt ihr sehr, sich anzupassen und so eine Leben, wie es dort normal scheint, zu führen.
Sie weiß sofort, dass es etwas nicht stimmt und sie versucht herauszufinden, was es sein könnte. Und ihr Gefühl trügt sie nicht, dass Dorf, von dem sie zuerst dachte es sei ihre neue Heimat, hatte von Anfang an keine Zukunft. Und jetzt gilt es, zu versuchen, das Dorf auf dem es kein entkommen gibt, trotzdem zu verlassen, und nur Gaia kann dies schaffen und alle Menschen herausführen.
Da ich euch nicht zu viel verraten will, höre ich an dieser Stelle auf, auch wenn es mir nicht leicht fällt.

Fazit

Das Buch ist ein toller zweiter Teil und ich hätte nicht mehr erwarten können, so habt ihr sicher schon gemerkt, dass ich Buch liebt und die Autorin bewundere, sie hat es geschafft, das Buch interessant zu machen und zu halten, ohne das zu viele Ereignisse sich überschlagen. Es gab nur einen größeren Schauplatzwechsel, deshalb fand ich es toll wie viel Abwechslung die Autorin durch Gefühle, Personen und Stimmungen geschaffen hat, so erreichte sie, dass das Buch nicht langweilig wurde. Und diese Gefühle, Emotionen und Stimmungen konnte man im Nachhinein immer gut nachvollziehen und es war nicht total übertrieben oder aus der Luft gegriffen.
Zudem gibts es von Anfang an lauter Geheimnisse und offene Fragen, deren Antwort man am liebsten sofort erfahren hätte, sich aber bis zum Ende gedulden muss. Auch die Tatsache, dass Gaia bei den Männern in Sylum sehr beliebt ist, ist nicht gerade uninteressant, da diese Männer es nicht versuchen zu verstecken. Ich wollte zum Beispiel, die ganze Zeit wissen, für wen sie sich entscheidet und es hat sich gelohnt bis zum Ende zu warten, da dieses Ende sehr zufriedenstellend ist.
Auch Gaia, die Protagonistin ist total atemberaubend, auch im zweiten Teil erscheit sie wieder selbstbewusst und stark. Sie lässt sich trotz allem nicht unterkriegen und riskiert alles um ihren Lieben zu helfen. Alle anderen Personen sind sehr unterschiedlich, aber dennoch gibt es viele, die einem einfach an Herz wachsen.
Zurück zum Inhalt muss ich sagen, dass ich SEHR, SEHR oft überrascht wurde und die Geschehnisse in dem merkwürdigem Dorf nicht vorrausahnen konnte, was oft einen Schock verursachte. Das ist aber nicht schlechtes, es war toll einfach mal überrascht zu werden und nicht gleich zu wissen, wie ein Buch ausgeht. Es gab so viele "waah"- Stellen, dass ich aufgehört habe zu zählen. Somit kann ich abschließend nur sagen, dass ich es allen weiterempfehlen würde und es euch nahelegen würde, dass Buch zu lesen und in die Welt von Gaia und ihren Freunden zu tauchen, ich denke nicht, dass ihr es bereuen werdet.

Und zum Schluss gibt es wieder die Bewertung:


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