Sonntag, April 22

Rezension: Stadt aus Trug und Schatten - Mechthild Gläser

loewe-verlag.de
Allgemeine Infos:
Autorin: Mechthild Gläser
Genre: Fantasy-Roman/ Jugendbuch
Verlag: Loewe-Verlag
Erscheindatum: 12/2011
HC-Seitenanzahl: 412
ISBN: 9783785574027
Preis: 17.95
Der erste Band einer Trilogie.






Cover

Hier seht ihr nochmal das Cover zu "Stadt aus Trug und Schatten". Findet ihr es aber nicht auch viel zu hell für so einen Titel? Aber ich komm später nochmal darauf zurück...

Meiner Meinung nach passt das Bild von der Stadt, die unter dargestellt ist, sehr gut zu dem Buch, da im Buch alles miteinander verflochten ist und es scheint auch in der Stadt namens "Eisenheim" alles ineinander verflochten zu sein. Auch die Schrift finde ich einfach toll, und kann mich wirklich nicht beklagen.
Nun nochmal zu den Farben, ich finde das die Stadt, die auf dem Cover ist vielleicht etwas nach "Trug" aussieht, aber sie sieht auf keinen Fall nach Schatten aus, auch das Buch selbst sieht nicht wirklich düster und schwarz-weiß, wie die Stadt eigentlich ist, aus. Deshalb ist es etwas schwer, Eisenheim und die Stadt auf dem Cover miteinander in Verbindung zu bringen.
Was mir auch fehlt sind die Bauten aus den Weltmetropolen, die ständig im Buch erwähnt werden. Ich finde es echt schade, dass man nicht mal den Eifelturm, den Buckingham Palace oder die Pyramide von Giseh sieht, obwohl besonders die Pyramide eine große Rolle in dem Buch übernimmt. Aber auch dieser geheimnisvolle Stein "der weiße Löwe" hätte auch angedeutet sein können.
Und obwohl es besser gewählt sein könnte, ist das schlichte Cover keine Katastrophe. Zumindest passen das Weiß und das Pink zusammen und sehen sogar ganz schön aus.

Inhalt

Flora ist eine normale Schülerin, die gerne mit ihrer besten Freundin Ballett tanzt. Als sievon einem Tag auf den anderen plötzlich Schatten sieht und dazu eines nachts im Traum in eine farblose Stadt "fällt", verändert diese Nacht ihr ganzes Leben.
Plötzlich zieht auch, der Austauschschüler, Marian, der ihr so bekannt vorkommt, bei ihr und ihrem Vater ein und das obwohl ihr Vater fremde Leute nicht ausstehen kann. Floras Welt steht Kopf und auch tagsüber verfolgt sie Eisenheim und seine Geheimnisse noch.
Ganz zu schweigen, was nachts in Eisenheim passiert. Jeder versucht sie auf seine Seite zu ziehen und es gibt eine Menge Geheimnisse, die sie erfahren will und es gibt noch viel mehr zu entdecken und sie versteht nichts davon.
Sie weiß nur, dass sie niemanden trauen kann, auch nicht sich selbst. Doch nach einer Reihe von Zufällen, weiß sie plötzlich ganz genau was zu tun ist und sie ist fest entschlossen, dass auch zu tun.





Charaktere

Bei diesem Buch möchte ich gerne was zu ein paar der Personen sagen:
Die Protagonistin Flora, die einfach ins kalte Wasser geschmissen wird und nicht weiß, was Wahrheit und was Lüge ist, schlägt sich im ganzen Buch gut durch, obwohl ein Fremder meint sie besser zu kennen, als sie sich selbst. Sie ist als Person sehr stark und trotzdem sehr eigen. Sie hat mir sehr gut gefallen, da sie sich nicht täuschen lies und auf ihre eigenen Erinnerungen gewartet hat und keinen Erzählungen geglaubt hat.
Aber auch Marian, mit seinen Gefühlsumschwüngen, war mir sympatisch. Auch seine Handlungen konnte man nachvollziehen und man konnte ihm einfach keine Vorwürfe machen.
Nur der Kanzler und Barnabas, der Bettler, haben mir irgendwie Angst eingejagt mit ihrer Art und der Besessenheit des Kanzlers nach dem weißen Löwen und Barnabas wie er Asche gegessen hat.
Besonders hat mir jedoch Floras Stumme Freundin Amadé gefahlen. Sie war nicht die ganze Zeit vertreten und trotzdem war sie meiner Meinung nache ein Hauptcharakter, auf den ich nicht hätte verzichten können. Sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen.
Viele der anderen Personen im Buch wirkten komisch, um nicht zu sagen gestört, was mich am Anfang etwas stutzen ließ. Aber es hat so gut mit der Handlung harmoniert, dass es schon wieder gut war.

Der erste Satz und meine Lieblingszitate:

Hier erstmal der erste Satz: "Pfeifend strich der Wind durch die Straßen der Stadt und an den Fassaden der Häuser." - Der Satz ist, wie ich finde, sehr gut gewählt und passt zum Titel und ich finde er klingt sogar etwas düster und baut schon hier Spannung auf, sodass man erstmal mehr Lesen will.

Und hier sind noch meine Lieblingszitate:
Das erste ist aus dem Ende eines Brief, den Flora an sich selbst geschrieben hat.
Warte auf deine Erinnerungen, dann wirst Du wissen, was zu tun ist. Und bis es so weit ist, darfst du niemanden trauen! Unter keinen Umständen, hörst du? NIEMANDEM. Nicht einmal dir selbst.
Deine Flora
PS Nun liegt es an dir.

Stadt aus Trug und Schatten (S.103)

Und dieses Zitat ist schon ziemlich am Ende vom Buch, aber seht selbst.
»Meine Damen und Herren, wenn sie Ihren Blick heben, wird ein jeder von Ihnen seinen größten Wunsch in den Tiefen der Materie erkennen können.«
Ein Raunen ging durch die Menge und auch ich sah nach oben. Beinahe hätte ich vergessen weiterzuatmen. Der Rauchkringel hatte sich in einen Strudel verwandelt, in dem Bilder über Bilder aufflackerten. Gesichte, Reichtümer und ferne Orte wirbelten durcheinander.

Stadt aus Trug und Schatten (S.318)

Schreibstyl:

Also zum Schreibstyl muss ich schon sagen, dass ich des öfteren verwirrt war, lag aber oft daran, dass die Handlung bzw. die Person gerade kompliziert war.
Und leider brauchte ich, für meine Verhältnisse, lange für das Buch, jedoch kann ich nicht sagen ob es am Buch lag oder einfach an Faulheit lag. Allerdings fiel es mir oft sehr leicht, dass Buch aus der Hand zu legen, da mir manchmal die Spannung komplett fehlte.
Aber dann gab es wiederum Stellen, an denen ich es mir nicht vorstellen könnte, das Buch wegzulegen und schlafen zu gehen. Also hat der Schreibstyl seine guten und schlechten Seiten und ich denke dafür, dass es Mechthild Gläsers erstes Buch ist, ist der Schreibstyl recht gut und ich denke sie wird das mit der Spannung bis zum nächsten Teil auch hinkriegen.

Fazit:

Also ich muss schon sagen, dass ich mich sehr freue das Buch bei Nightingales Blog, bei einer Blog-Tour gewonnen zu haben. Auch das Autogramm, die persöhnliche Karte und die Marshmallows (von denen ich wie man auf dem Bild sieht schon genascht habe) von Nightingales Blog waren echt toll. An der Stelle nochmal vielen Dank an Mechthild Gläser und Sandy.
Und jetzt zun Buch selbst, und das hier wollte ich schon die ganze Zeit loswerden: Ein dickes, fettes Lob an die Autorin für diese Idee. Auch wenn ich Vampire und Engel und so weiter liebe, bin ich froh ein Buch zu finden in dem es weder um Vampire oder andere Fabelwesen geht, noch in der Zukunft spielt. Und die Idee ist verdammt gut und interessant.
Ein weiteres Lob bekommt sie, weil so ziemlich alle wichtigen Bauten der Welt in diesem Buch vertretten waren, was ziemlich beeindruckend ist und einen die Lust verspüren lässt, diese Stadt selber zu sehen. Diese Idee gefiel mir fast nochmehr, als die Grundhandlung.
Zudem enthielt, das Buch sehr viele, sehr genaue Beschreibung, so dass man sie die meisten Sachen gut vorstellen konnte.
Und auch die Personen in dem Buch sind verdammt passend, vielleicht sogar perfekt.
Was mir aber manchmal fehlt, war Spannung, die ich gerne öfter gefühlt hätte. Und ich muss sagen die Situation im Buch ist schon ziemlich kompliziert, aus der Sicht von Flora, so dass man an vieles denken muss, um alles zu verstehen.
Kurz gesagt: Das gesamt Zusammenspiel hat mich schon vom Buch überzeugt, aber ich weiß nicht ob ich mir, dieses Buch gekauft hätte, wenn ich es in einer Buchhandlung gesehen hätte. Zumindest habe ich immer andere Prioritäten, die für mich vorgehen, aber soll man machen, wenn es so viele tolle Bücher gibt? :D
Da gibts noch etwas, dass ich loswerden wollt, zuerst dachte ich, dass das Buch ein Einteiler ist. Bin gerade wirklich überrascht, dass es noch zwei Teile geben wird, was nicht schlecht ist, ich freue mich hoffentlich bald den zweiten Teil lesen zu dürfen.

Und hier noch die Wertung, bei der ich länger überlegen musste:


Autorin:

Mechthild Gläser wurde 1986 in Essen geboren und sie lebt und arbeitet heute noch im Ruhrgebiet, wo sie sich auf ihr Studium konzentriert.
Stadt aus Trug und Schatten ist ihr erstes Buch und trotzdem sind schon viele Geschichten an ihrem Schreibtisch entstanden. Sie begann schon früh mit dem schreiben und ihr Laptop steht heute noch auf der der gleichen rosanen Schreibtischunterlage, auf der ihre ersten Geschichten entstanden (das kling so süß), die Inspiration findet sie überall, besonders beim Ballett tanzen (wenn ihr niemand zusieht, weil sie denkt das sie unfassbar schlecht ist) und bei einer Tasse Tee ♥.

Kommentare:

  1. Schöne Rezension! :)
    Ich möchte das Buch auch mal lesen, es klingt nämlich wirklich toll *-*

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    1. Freut mich, dass sie dir gefällt ;)
      Es ist wirklich gut, außer die kleinigkeiten :))

      Grüße Natalie.

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