Mittwoch, Juni 13

Rezension: Godspeed - Beth Revis

Allgemeine Infos

Quelle: dressler-verlag.de
Titel: Godspeed - Die Reise beginnt
Englischer Titel: Across the Universe
Autor: Beth Revis
Genre: Dystopie
Verlag: Dressler
Erschienen: August 2011
Seitenanzahl [HC] 445
ISBN: 9783791516769
Preis: 19,95

Erster Teil einer Trilogie.

Hier findet ihr den Klappentext.

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Cover

Allein das Cover hat mich schon fasziniert, als das Buch letztes Jahr rauskam, und dabei mag ich grün nicht einmal. Und ich finde auch, dass die Gesichter nichts besonders schönes sind oder etwas originelles, obwohl es diesmal ein Mädchen & ein Junge sind (nicht wie bei "Die Stadt der verschwundenen Kinder" und "Ewiglich").

Was ich an dem Cover wundervoll finde ist dieser grüne "Schleicher", den ich als so etwas wie ein Polarlicht interpretiere. Un der passt total klasse zu den Sternen, die ich einfach liebe. Ich meine, wie kann man Sterne oder den Sternenhimmel denn nicht mögen?
Aber auch das Amerikanischer Cover ist einfach fantastisch (hier!), denn hier sieht man die Sterne noch besser und man erkennt hier einen sehr schönen lila-rosanen Himmel. Ach was würde ich dafür tun, um so  einen Himmel selber sehen zu dürfen. Aber im Gegensatz zum deutschen Cover finde ich die Gesichter wirklich wundervoll, da sie nicht so im Licht liegen und man nicht nur das Gesicht sieht, sondern auch ein wenig mehr.
Auch das zweite US-Cover (hier!) finde ich einfach toll und es passt fast noch besser, obwohl ich die Sterne ja liebe, weil man hier nicht die Sterne sondern das Raumschiff und eine Luke sieht, außerdem erkenne ich in dem Mädchen die Protagonistin Amy. Sie streckt den Arm aus und ich sehe darin eine Gester der Sehnsucht, auch das passt super. Da auch die Farben toll zusammen passen, kann ich mich auch über diese Cover nicht beschweren.

Inhalt

Erster Satz:

»Lass Mom als Erste gehen«, sagte Dad.

Das Projekt Arche, an dem Amys Eltern mitgearbeitet haben, ist nun beendet und Amys Eltern sind dazu auserwählt sich einfrieren zu lassen und irgendwann eine neue Erde zu besiedeln, doch die
Reise dauert 300 Jahre. Nun hat Amy die Wahl, entweder verlässt sie ihre Heimat ihre Familie, ihre Freunde und ihre erste Liebe oder sie sieht ihre Eltern nie wieder. Doch das letztere bringt Amy nicht übers Herz, sie traut sich aufs Raumschiff, doch was sie nicht ahnt ist, dass diese Jahre, in denen sie eingefroren ist, eine sehr lange und grauenvolle Zeit für sie werden.
Zudem hätte sie sich nie erträumt, dass jemand nach 250 Jahren versuchen wird sie zu töten in dem er sie auftaut und sie ihrem Schicksal überlässt. Doch Amy wird von Junior gerettet, aber für sie bricht eine Welt zusammen, denn sie wird ihre Eltern frühestens in 50 Jahren, wenn sie schon alt ist, wieder sehen, nachdem das Schiff landet. Trotz allem versucht sie das beste daraus zu machen und sich auf dem fremden Raumschiff, auf dem alle gleich aussehen, zurecht zu finden, Aber leichter gesagt als getan, denn sie merkt, dass das Schiff immer mehr Geheimnisse birgt und nur Junior kann ihr dabei helfen die Wahrheit zu erkennen.


Meinung

Von Anfang an konnte ich mich super in die Protagonistin hineinversetzen, ich meine das erste Kapitel war richtig wow. Da fehlen mir die Worte. Denn diese paar Seiten haben mich in ihren Bann gezogen, und das lag auch an dem Schreibstyl der Autorin, aber auch die Umsetzung der Idee ist so krass, auch wenn sie nicht wirklich neu ist, dass ich einfach nur unbedingt weiter lesen wollte.Jedoch war ich sehr froh, dass die Kapital aus Amys Sicht, während sie im Kryo-Schlaf war recht kurz waren, da sie nichts getan hat und es sonst langweilig geworden wäre.

Aber auch sonst kann man sich nicht über den Schreibstyl beschweren, klar es gab ein paar Stellen, an denen ich ein bisschen hängen geblieben bin. Aber zum größten Teil liest sich das Buch sehr flüssig und ist dem Alter der Jugendlichen entsprechend. Mir hat auch gefallen, dass man erstens aus der Sicht eines Menschen von der Erde lesen konnte und zweitens aus der Sicht eines Bewohners der Godspeed lesen durfte, obwohl mir die Denkart der beiden an manchen Stellen ein bisschen zu ähnlich war, schließlich sind sie so verschieden, jedoch wurden ihre Gefühle für einander sehr schön dargestellt.
Auch mit den vielen unbekannten Begriffen fand man sich leicht zurecht, weil alle im Buch erklärt wurde.

Die zwei Protagonisten waren mir von Anfang an sympatisch.
Denn Amys Entscheidung hat mich von Anfang an beeindruckt, denn es ist so schwer alles hinter sich zu lassen, um 300 Jahre lang eingefroren zu werden. Aber ich beneide sie nicht dafür, dass sie auf diesem Schiff aufgewacht ist, voller Menschen die eine Fremde nicht akzeptieren können und auf dem es nur komisches Verhalten gab, dass keiner außer ihr erkennt. Am Anfang kommt sie überhaupt nicht damit klar und nachdem sie zuerst versucht wegzulaufen, entschließt sie sich dann noch mutig zu bleiben und zu kämpfen, denn sie weiß, dass sie nur so die Geheimnisse des Schiffes herausfinden und ihre Eltern retten kann.Toll finde ich es außerdem, dass sie die Menschen, denen sie Nahe ist so verändert und zum Nachdenken bewegt.
Aber auch Junior wirkt total nett, besonders da er einer der wenigen ist die Amy bewundernswert und nicht verachtungsvoll finden. Doch manchmal habe ich Juniors Entscheidungen nicht verstehen, oft hatte ich das Gefühl er hätte eine gespaltene Persönlichkeit und nicht einmal hat er mir ein bisschen Angst gemacht.Trotzdem habe ich beide sehr lieb gewonnen, da sie bis zum Schluss zusammengehalten haben, aber auch Juniors bester Freund Harley war eine sehr liebenswerte Person, auch wenn er ein bisschen klammert.
Sehr extrem fand ich jedoch den Ältesten, der alles tut um alles Fremde von den Menschen auf dem Schiff fernzuhalten, denn für ihn ist das einer der Gründe wieso es auf unserer Erde Krieg und Unruhen gab, aber er merkt nicht, dass die Welt der er und seine Vorfahren sich aufgebaut haben auch nicht perfekt sind, da die Bewohner der Godspeed gefühlslos und kaum noch Menschen sind. Trotzdem versucht er sein System aufrecht zu erhalten und auch Junior zu überzeugen, er merkt jedoch nicht wie brutal und radikal er vorgeht.

Fazit

Godspeed war ein Buch, auf das ich ewig gewartet habe und wie ich finde hat es sich sehr gelohnt, da die Geschichte wirklich interessant und originell ist, besonders wenn man Dystopien wie "Panem" und "The Sign" gerne liest.

Wie ich schon erwähnt habe, war ich von Anfang an gefesselt, obwohl es in der Mitte ein wenig nachgelassen hat, das war der Zeitpunkt, an dem ich ein anderes Buch dazwischen geschoben habe, doch ich habe es schon bereut, als ich Godspeed weitergelesen habe. Denn es gibt im Buch eine Menge fantastische, grausame und überraschende Stellen, obwohl man auch manches erraten konnte.
Mit grausam meine ich die Tatsache, dass die Menschen Hormone kriegen, um keine Unruhen zu verursachen, oder die Tatsache, dass die gesamt Geschichte der Erde verdreht wurde. Aber die große Lüge, die den Menschen dort jede 25 Jahre aufgetischt wird ist furchtbar.

Die Geschichte der Godspeed und seiner Bewohner, insbesondere die von Amy und Junior ist schockierend und fantastisch zugleich, so dass man sagen kann, das Beth Revis der Auftakt ihrer neuen Reihe sehr gelungen ist. Den von Anfang bis Ende merkt man, dass sie nicht versucht die Geschichte mit irgendwelchen überflüssigen Handlung zu ziehen, denn die Haupthandlung ist sehr durchdacht und enthält nicht zu viele Einzelheiten und kratzt aber auch nicht nur an der Oberfläche und wirkt auch nicht zu anspruchslos.

Auch das Ende ist sehr gelungen, und endet zum Glück nicht mit einem lästigen Kliffhanger, und trotzdem würde man am liebsten sofort erfahren, was als nächstes auf der Godspeed passiert und man würde auch gerne die restlichen Geheimnisse mit den Protagonisten aufklären und ich bin sehr gespannt was Beth Revis aus der Geschichte macht und ob sie ihr potenzial beweisen kann.
Jedenfalls bin ich der Meinung das Godspeed ein sehr lesenswertes Buch für Dystopien-Fans ist und ich freue mich darüber, das Godspeed - Die Suche schon in weniger als einem viertel Jahr rauskommt.



Abschlusszitat

Ich habe diese Träume zerstört.
Ich.
Und nichts konnte sie trösten, nicht einmal die Liebe, die ich ihr nie zeigen konnte.
Und Doc hat gesagt, dass sie nicht zurück könnte; sie würde es niemals können.
Ich wusste – ich wusste –
Ich könnte ihr nie die Wahrheit sagen.

Godspeed (S.435)

Kommentare:

  1. eine sehr ausführliche Rezi :) Möchte das Buch nun auch lesen^^

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    1. Vielen Dank :)

      Genau das wollte ich schließlich erreichen ♥

      Grüße Natalie ;)

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  2. Sehr schöne Rezi, toll geschrieben!
    Mir hatte das Buch auch gut gefallen, auch wenn ich es ausbaufähig fand. Ich freue mich aber auf den zweiten Teil :)

    LG
    Lilly

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    1. Dankesehr :)
      Darauf freue mich mich auch ;)

      Grüße Natalie.

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  3. Ui, das ist eine tolle Rezension. Bin gleich nachdem ich das gelesen in die Stadt gegangen und hab das Buch gekauft ;D
    Der dritte Teil heißt übrigens "Die Ankunft" und kommt irgendwann im August nächstes Jahr raus.

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Dankesehr :)
      Wow, natürlich wollte ich, dass man dann Lust auf das Buch bekommt, aber wow *-* Das freut mich so sehr ^^

      Weiß ich schon. Und ich freue mich auch schon darauf :)

      Grüße natalie.

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  4. super buch ich hab es geliebt freu mich auf den zweiten band
    klasse rezi ♥
    lg

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    1. Ich mochte es auch wirklich und freue mich total auf die Fortsetzung :))

      Danke sehr ♥

      Grüße Natalie.

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  5. Du wurdest getaggt!
    http://leserattentee.blogspot.de/2012/06/tag-8-dinge-uber-mich-uber-freundschaft.html

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    1. Ok, das ist das erste Mal ;)

      Ich gucke sofort rein !

      Grüße Natalie.

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