Donnerstag, Juli 19

Rezension: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry - Rachel Joyce

Allgemeine Infos

fischerverlage.de
Titel: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
Originaltitel: The Unlikely Pilgrimage  of Harold Fry
Autor: Rachel Joyce
Genre: Roman
Verlag: Kürger
Erschienen: Juni 2012
Seitenanzahl [HC]: 384
ISBN: 9783810510792
Preis: 18,99
Einteiler.

Hier findet ihr den Klappentext.


Cover

So das Cover ist nicht unbedingt der Hingucker schlechthin, besonders nicht für Jugendliche. Jedoch passt es meiner Meinung echt klasse zu dem Buch, besonders die Segelschuhe dürfen meiner Meinung nach auf gar keinen Fall fehlen, denn sie gehören einfach zu Harold, da sie ihn als einzige den ganzen Weg über begleiten.

Sonst ist das Buch eher schlicht gehalten und der rot-braune Ton erinnert mich stark an einen Feldweg.
Jedoch gibts es noch etwas ganz tolles auf der Rückseite.
Den dort findet man die Postkarte, die Harold Queenie schickt und wegen der er eigentlich zum Briefkasten läuft. Wirklich super, dass sie einen Platz auf dem Umschlag gefunden hat.

Außerdem finde ich die Karte im inneren des Buches, die den Weg von Harold Fry zeigt, wirklich super, so kann man ihn immer verfolgen und sich alles besser vorstellen.

Inhalt

Erster Satz: »Der Brief, der alles verändern sollte, kam an einem Dienstag.«

Harold will eigentlich nur zum Briefkasten gehen und einen Brief einwerfen und dann läuft er 1000 km weit. Auf diesem Weg sind das einzige was ihn bis zum Schluss begleitet seine Schuhe und seine Erinnerungen. Viele Menschen bewundern ihn dafür und viele interessieren sich für seine Geschichte, aber nur wenige glauben an ihn, und seine Frau gehört nicht einmal dazu. Und trotz vieler Unterbrechungen läuft Harold weiter und gibt nicht auf, aber kann er Queenie wirklich retten?

Meinung

Der Schreibstil in dieser Geschichte ist ganz angenehm zu lesen, jedoch anspruchsvoller als manches Jugendbuch. Manchmal gab es aber auch Stellen, die nicht so verständlich waren und Stellen, die einen nicht so interessiert haben. Außerdem fiel es mir am Anfang total schwer, die Geschichte in eine Zeit zuzuordnen, den am Anfang nahm ich an, dass die Geschichte in der Vergangenheit spielt, und erst nach ein paar Seiten, merkte ich, dass die Geschichte im Jetzt spielt. Aber im größten Teil des Buches konnte man die Gedanken und Gespräche nachvollziehen und wollte mehr wissen. Denn am Anfang gab es noch einige ungeklärte Fragen über die Harold nicht reden wollte. 
Harold an sich, trete ich auch mit gemischten Gefühlen entgegen, natürlich bewundere ich ihn für seinen Mut und die Herausforderung, die er auf sich nimmt, jedoch war ich manchmal schon ziemlich genervt, als er dauernd aufgeben wollte, wie man auch meinem Kommentar im Buch entnehmen konnte: "Ich hoffe, er hat sich jetzt endlich endgültig entschieden".
Jedoch gewann er wieder einen Teil meines Respekts mit der Entscheidung mit leichtem Gepäck zu reisen und auf Geld etc. zu verzichten, den sowas könnte ich mir nun wirklich nicht vorstellen.
Die Erlebnisse und der Umgang mit seinen Mitmenschen haben mich zusätzlich schwer beeindruckt, den Harold ist ein netter "Opi", den man einfach lieben muss. Er kommt einfach mich fast allem klar und hat Verständnis für jeden. Außerdem sind die Erinnerungen, die man mit ihm erleben durfte, total schön beschrieben und runden die Geschichte ab.
Das Ende war meiner Meinung nach total super, auch wenn es zum größten Teil einfach zum heulen war. Glücklich war ich über die Wiedervereinigung von Harold mit dem Menschen den er liebt und über den Ausgang seiner Pilgerreise. Ich finde das Ende so gut wie es war und würde nichts daran ändern, auch wenn bei mir oft die Emotionen übersprudelten.

Fazit

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, als ich von der Aktion Wind bekommen habe, und da ich noch nie ein Wanderbuch hatte, habe ich mich über neue Erfahrungen und den Austausch mit anderen gefreut.

Zudem freute es mich, dieses Buch lesen zu dürfen, da ich es ziemlich interessant fand, und weil jeder darüber geredet hat, wollte auch ich mitreden und das Buch in naher Zukunft lesen. Jetzt kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat auf das Buch zu warten, da es eines der emotionalsten Bücher ist, die ich kenne.

Dies ein Buch, das mich sehr bewegt hat und Harold selbst ist ein Mann der mich mit seinem Mut beeindruckt hat.
Seine Geschichte ist einfach total ergreifend und regt meiner Meinung nach Menschen an Mut zu beweisen, den Glauben unter gar keinen Umständen zu verlieren, Hoffnung zu haben und das wichtigste im Leben nie aus den Augen zu verlieren.

Zum Schluss kann ich sagen, dass man das Buch lesen sollte, wenn man auf emotionale Bücher steht, denn genau das bietet dieses ergreifende, witzige und auch todtraurige Buch. Ich persönliche bestritt jeden Schritt zusammen mit Harold und war froh einiges, neues lernen zu dürfen. In jedem Fall ist das ein Buch, an dem man wächst und durch das man wieder anfängt zu glauben, denn Harold zeigt, dass man mit Willenskraft alles erreichen kann.



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