Freitag, August 31

Rezension: Wir beide, irgendwann - Jay Asher& Carolyn Mackler


Quelle: randomhouse.de/cbt

Titel: Wir beide, irgendwann
Originaltitel: The Future of Us
Autor: Jay Asher, Carolyn Mackler
Genre: Jugendbuch
Verlag:  Cbt/ Randomhouse
Erschienen: August '12
Seitenanzahl [HC] : 400 Seiten
ISBN:978-3-570-16151-7
Preis:17,99€
Ein Einteiler

Hier findet ihr den Klappentext.


Kaufen bei Amazon?

Cover

Das deutsche Cover gefällt mir schon mal sehr gut, da es sofort ins Auge fällt, und auch wenn die Farben total verschieden sind, so passen sie irgendwie doch zusammen, besonders gefallen mir die Menschen, die Tiere und die Ballons. Die machen das Cover noch zu etwas besonderem, und es lässt sogar auf den Verlauf der Geschichte schließen. Es ist wirklich toll.
Aber auch das englische Cover ist sehr passend (hier!). Hier kann man sich im Gegensatz zum deutschen Cover denken, dass es irgendwas mit Computern zu tun hat, und auch sonst sieht die Aufmachung sehr interessant aus, wobei ich das deutsche Cover bevorzuge.

Inhalt

Erster Satz: Ich kann heute nicht mit Graham Schluss machen, obwohl ich meinen Freunden angekündigt habe, dass ich es bei nächster Gelegenheit tun würde.

Als Emma von ihrem Vater einen Computer bekommt, fängt alles an. Denn damit öffnet sich ihr der Weg in ihre Zukunft, denn sobald sie von ihrem ehemaligen besten Freund Josh eine AOL CD mit 100 Freistunden bekommt, stößt sie auf "Facebook", zunächst hält sie es für einen Witz. Aber als hätte sie nicht genug Probleme mit ihrem Noch-Freund Graham, kommt dazu, dass sie auf Facebook ihre Zukunft sieht, und diese ist nicht gerade rosig.
Zusammen mit Josh erkundet sie diese Seite und spielt damit rum, dadurch verändert sich ihre Zukunft, zunächst scheint es ganz lustig, da sie ihre Zukunft so zurechstutzen kann, wie sie will, aber ist es wirklich das, was sie will?


Meinung

Schon hier muss ich sagen, dass der Schreibstil, das einzige war, was mich nicht überzeugt hat. Natürlich war er nicht all zu schlimm, aber er war halt sehr einfach gehalten. Er war sehr zwar leicht zu lesen und sehr modern, aber oft fehlte mir was. Das Buch kam mir durch dieses ganz leichte unvollständig vor und das hat mich leider enttäuscht, was aber nicht das Lesevergnügen dimmte.
Nein ganz im Gegenteil, ich war vom ersten Kapitel an total gefesselt, da es etwas ganz neues war. Dazu kommt, dass es fürs uns unvorstellbar ist, ohne Facebook zu leben.
Aber auch die Idee bzw. die Vorstellung seine Zukunft zu sehen, ist zumindest für mich sehr
verlockend und auch dies ist ein Grund wieso ich nicht aufhören konnte zu lesen.
Auch die Charaktere waren mit leider oft unsympatisch, obwohl sie am Anfang so sympatisch wirkten, aber ich denke auch, dass es nur so zur Geschichte passte. Emma verursachte sich oft selber Probleme oder stand sich im Weg. Aber im letzten Teil des Buches hat man doch gemerkt, dass sie eine gute Freundin und keinesfalls ein schlechter Mensch ist, vielleicht naiv und hyperaktiv, aber kein schlechter Mensch. Zudem steht sie definitiv auf die falschen Typen. Aber wenigstens sah sie ihre Fehler ein.
Dagegen war Josh sympatischer und auch sehr ruhig im Gegenseits zu Emma, aber auch er hatte manchmal doofe Sprüche z.B. als er sich darüber aufgeregt hat, dass Emma mit ihrer Zukunft spielt, aber selber Sidney erst angesprochen hat, als er wusste, dass er sie heiraten wird. Natürlich ist es verständlich, dass er nicht will, dass seine Zukunft sich ändert, aber er sollte ein wenig Mitgefühl für seine Freundin aufbringen.
Vielleicht kam es auch daher, dass ich unbedingt wollte, dass sie sich wieder näher kommen.
Von den anderen Charakter erfährt man leider nicht all zu viel, was ich eigentlich überhaupt nicht schlimm finde.
Wie schon gesagt, ist das Buch wirklich toll, aber es gab auch Momente, in denen ich nicht glauben konnte, was ich da lese, ..
SPOILER: Denn als Emma Josh küsste um zu sehen, wie sich das auf die Zukunft auswirkt, hätte ich sie umbringen können. Es war wirklich verachtenswert, und ich verstand wieso Josh deshalb sauer war. An seiner Stelle hätte ich auch nicht mehr mit ihr geredet. 
Aber das tollste am Buch war wahrscheinlich die Idee, die hinter dem Roman steckt. Ich meine, Facebook gehört zu unserem Leben, genauso wie das Internet, deshalb ist es auch mal interessant zu lesen, wie es Leute empfunden hätten, vor 20 Jahren. Dabei ist auch die Nebenhandlung sehr interessant und unterstützt die Idee.
Und auch das Ende hat mir sehr gefallen, denn da haben die Autoren noch einmal richtig Gas gegeben und die Geschichte perfekt enden lassen.
Im allgemeinen war der Freitag (das letzte Kapitel) das beste und interessanteste von allen.

Fazit

Der Titel ist wirklich toll, aber wenn man ihn ließt, denkt man eher an einen Liebesroman, als an einen Roman über Facebook, oder was meint ihr?
Vielleicht wisst ihr, dass das Buch von Anfang an auf meiner Wunschliste stand, aber in erster Linie deshalb, weil Jay Asher der Autor ist. Schon von "Tote Mädchen lügen nicht" war ich begeistert und hoffte auch hier auf Bestätigung, die auch fand, zwar hat es am Schreibstil gehapert, aber irgendwie passte der Schreibstil zum Buch und war dann im Endeffekt doch nicht so ausschlaggebend und das Buch lies sich trotzdem sehr flüssig und schnell lesen. Auch ich lass es fast am Stück.
Aber nun wieder zur Geschichte.
Beim Lesen wird man gleich von Anfang an mit Emmas Problemen konfrontiert, und dieses gewisse
Problem, namens Graham, hat man leider das halbe Buch über am Hals. Aber schon da merkt man, dass Emma auch ohne Facebook genug Probleme hat.
Trotzdem ist es interessant, wie Emma mit ihrer Zukunft umgeht, oder sagen wie spielt. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie ihre Zukunft am Ende aussieht. Leider war das nicht so einfach, wenn ihr das Buch lest, wisst ihr wieso.
Aber die Autoren, haben das Ende gut ausgefädelt, denn es wäre komisch, wenn Emma plötzlich keinen Zugang zu der Seite mehr hätte. Ich war ganz begeistert von der Lösung des Problems und kann mich garnicht beklagen.
Doch immernoch ist die Idee das, was mich am meisten begeistert hat, nicht etwa nur das Ende.
Ich würde das Buch jedem empfehlen, der gerne über die Zukunft von Menschen liest, auch wenn es keine Dystopie ist. Zudem ist es ein tolles Buch für jeden, der gerne etwas über Facebook liest und sich dafür interessiert. Aber im groben und ganzen ist es ein super Buch für alle Liebhaber von Liebesgeschichten ab dem Teenageralter.


Abschlusszitat und Dank

"»Und mich würde natürlich brennend interessieren«, sage ich und schiebe mein Gesicht nahe an ihres heran, »was das hier ändern wird.«
Ich spüre ihren Atem auf meinen Lippen, als wir beide flüstern: »Hoffentlich alles.«"
Wir beide, irgendwann (S.394)

Zu aller letzt, möchte ich noch unbedingt Lovelybooks und dem Cbj-Verlag, für die freundliche Bereitstellung der Leserundenexemplare danken :) Ich habe mich sehr gefreut, bei der Leserunde dabei zu sein und mitzulesen.

1 Kommentar:

  1. Das hört sich wirklich wirklich gut an!!!
    Und definitiv mal nach was anderem!
    Lilly :)
    http://www.minzgruenesbuecherregal.blogspot.de

    AntwortenLöschen