Donnerstag, Januar 9

Rezension: Was ich dich träumen lasse - Franziska Moll

Autor: Franziska Moll
Genre: YA
Verlag: Loewe
Erschienen: Jan '14
Seitenanzahl [HC] : 256 Seiten
ISBN: 9783785578452
Preis: 14,95€
Ein Einteiler.

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Hier findet ihr den Klappentext.
Und hier gibt es die Leseprobe.

"Wie schön er ist." (Erster Satz)
Seit knapp einem Jahr sind Rico und Elena zusammen. Und schon jetzt sind sie ständig zusammen. Als Rico eines Tages nach Hause gehen will ruft Elena ihn noch einmal zurück um ihm einen Abschiedskuss zu stehlen und da passiert es. Ein LKW erfasst Rico, als er unachtsam über die Straße zu Elena rennt. Zu Elenas Entsetzen fällt Rico ins Koma. Nun will Elena darum kämpfen, dass Rico aufwacht, mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen: Bücher, Briefe und Musik.
Schließlich entdeckt sie eine Top-Ten-Liste auf Rico's PC, die sie nicht mehr loslässt.

Erster Eindruck

Träumen.
Auf jeden Fall war der Titel ein Grund dafür, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte, denn Bücher über Träume sprechen mich immer öfter an und ich wollte unbedingt erfahren, wie Elena es schafft Rico seine Träume näher zu bringen. Ein weiterer Grund dafür ist, dass das Buch sich mit einem meiner Meinung nach interessantem Thema beschäftigt: Das Koma und die Auseinandersetzung damit.

Meinung

Grundsätzlich war der gewählte Schreibstil sehr passend, total jugendlich und sehr überzeugend. Man benötigt jedoch einige Seiten um in den doch relativ abgehackten Schreibstil reinzufinden. Dennoch habe ich noch nie so intensive Worte, die die Gefühle einer Jugendlichen so gut rüberbringen konnten, wie es hier schon auf den ersten Seiten der Fall war, erlebt. Denn es lässt sich nicht bestreiten, dass der Schreibstil für diese Protagonistin genau richtig war. Außerdem zeigt die Autorin uns Elenas Erinnerungen - die nicht einfach so, sondern durch Gewisse Worte oder Taten hervorgerufen werden - auf eine neue Weise, was nur zu Beginn für Verwirrung sorgt. Dies liegt vielleicht auch daran, dass das Buch ansonsten einen sehr klaren roten Faden aufweist und einen verständlichen Verlauf annimmt.

Auch was die Protagonistin betrifft konnte mich die Autorin schnell überzeugen, denn Elena war mir
trotz ihrer patzigen Art gleich zu Beginn sympatisch, was vielleicht daran liegt, dass ich mich gut mit ihr identifizieren kann und ich ihre Art deshalb so schnell akzeptieren kann, außerdem ist sie auch nicht ohne Grund so verschlossen, was ihre wahren Gefühle angeht. Man merkt so auch schnell, dass Elena nicht so kaltherzig ist, wie sie vielleicht zunächst scheint.
Und obwohl man nicht viel zu sagen kann, da man ihn zu große  Teilen nur durch Elenas Erinnerungen kennenlernt, scheint er genauso wie seine Freundin ein sehr tiefgründiger Mensch zu sein. Außerdem hat er eine so offene Art zu reden, wie es sonst kaum einer hat und lässt diese wunderbar in die Beziehung einfließen. Und auch seine Liste ist nicht ganz das, was man von einem Abiturienten so erwartet, obwohl einige man einige Punkte doch nur einem so jungen Menschen zuschreiben würde.
Dann gibt es auch noch Tim, den - wahrlich etwas klischeehaften - Pfleger, der sich nicht davor scheut, seine Meinung - egal wie hart sie ist - Preis zu geben, wofür er einerseits Respekt verdient, aber andererseits schnell auf Ablehnung stößt. Obwohl er nicht die größre Rolle zugesprochen bekommt, ist er nicht irgendein flacher Charakter und man entdeckt im Verlauf des Buches, dass auch er nicht so hart ist, wie er sich gibt.
Es gibt nur einen winzigen Punkt, den ich anmerken muss. Und zwar, dass das Ende hätte etwas ausführlich hätte sein können, was die Erklärungen betrifft, dennoch konnte mich das Ende mehr oder weniger zufrieden stellen.

Fazit

Obwohl ich eine gefühlvolle Story erwartet habe, fand ich es beeindruckend, dass die Autorin dem Buch schon nach 30 Seiten so viel Tiefe und Gefühl verleihen konnte. Denn obwohl die Protagonistin sich so gefühlskalt gibt ist sie wahnsinnig tiefgreifend, wie sie nicht nur durch ihre Erinnerungen beweisen kann.
Außerdem konnte die Autorin auch mit dem realen Verlauf überzeugen, der für die ein oder andere Überraschung sorgte.
Generell muss ich sagen, dass ich froh bin dieses Buch gelesen zu haben, denn sie hat mich wahnsinnig berührt. Auch deshalb kann ich das Buch guten Gewissens an alle empfehlen, die gerne eine gefühlvolle Geschichte lesen, die etwas mehr bietet, als man von einem Jugendbuch vielleicht erwartet.

Kommentare:

  1. Hach das hört sich richtig gut an. Ab auf die Wunschliste!
    LG

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    1. Freut mich, dass es dir gefällt :)

      Grüße Natalie

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  2. Ich will auch *-* aber es erscheint erst am 20. Januar :(
    LG Jimmy

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    1. Kann ich verstehen :D war auch überglücklich, dass ich es früher lesen durfte ^^

      Grüße Natalie

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