Dienstag, Juli 15

Rezension: Steelheart - Brandon Sanderson

Genre: Science Fiction
Verlag: Heyne ^^
Erschienen: Jun '14
Seitenanzahl [HC] : 448 Seiten
ISBN: 9783453268999
Preis: 17,99€
Der erste Teil einer Trilogie.

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Hier findet ihr den Klappentext.
Und hier gibt es die Leseprobe.

"Ich habe Steelheart bluten sehen." (Erster Satz)
Seit David acht ist gibt es nur noch eine Sache für die er lebt. Die Rache an Steelheart, der seinen Vater umgebracht. Dabei lies er gleichzeitig die Bank und alle Menschen darin mit untergehen, damit nie jemand erfährt wie er zu der Narbe, die David's Vater ihm zugefügt hat, gekommen ist. Aber David schafft es zu fliehen und sammelt fortan alles was auf eine Schwäche von Steelheart oder einem seiner untergebenen Epics, die mit dem roten Stern einhergingen, deutet. Und schließlich schließt er sich den Rächern, einer Gruppe von Rebellen, an, die ihm bei der Ausführung seines Plans helfen sollen. Doch diese haben es noch nie gewagt einen so mächtigen Epic anzugreifen und bezweifeln, dass sie einen Kampf mit Steelheart überleben, falls sie tatsächlich an ihn rankommen.

First Impression

Superhelden oder besser gesagt Superschurken.

Meinung

Ich habe ja schon viele Jugendbücher von männlichen Autoren gelesen. Einigen Büchern hat man auch am Schreibstil angemerkt, dass ein Mann sie geschrieben hat, aber das ist natürlich nicht schlechtes. Bei Einigen Autoren war ich ganz überrascht über ihren Schreibstil. Und so ist es auch bei diesem Buch dessen kreative Metaphern mich immer mal wieder schmunzeln ließen. Auch ansonsten gibt es am Schreibstil nichts auszusetzen, denn auch die Beschreibungen der Umgebung sind sehr detailliert und konnten mich nach wenigen Seiten von sich überzeugen. Besonders die Kulisse mit der Stadt aus Stahl und ihrem Untergrund hat mir sehr gut gefallen, da ich diese Idee aus keinem Buch oder Film kenne.

Nun aber zum Protagonisten David, der ein sehr eigensinniger Charakter ist und deren Aufmerksamkeit für
einige Überraschungen sorgt. Mir ist gleich aufgefallen, dass David ein Mann, wie viele andere ist, da er ziemlich oft redet bevor er über das, was er gerade von sich gibt nachdenkt. Aber diese Tatsache und auch die Unsicherheit gegenüber Megan, eine Rächerin, einerseits und die Entschlossenheit Steelheart umzubringen andererseits machen ihn nicht nur liebenswert, sondern vor allem menschlich. Diese Menschlichkeit zeigt sich auch in seiner Wandlung während dem Buch, bei der er erkennt, was wirklich wichtig ist, aber gleichzeitig sein Ziel nicht aus den Augen verliert.
All die anderen Charaktere durfte man vor allem mit ihren Launen kennenlernen, da es für die Rächer sicherer ist, wenn sie kaum etwas über einander wissen. Aber dennoch habe ich zumindest von einigen ein sehr klares Bild, auch wenn ich es schade finde, dass ich, vor allem von den männlichen, Rächern nicht allzu viel erfahren durfte.
Und auch über die Menschheit durfte man was lernen, denn dieses Buch ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen sich verändern, sobald sie etwas Macht erhalten. Der Aufgriff dieses Themas ist nicht nur topaktuell, sondern sehr wichtig für unsere Gesellschaft in der nicht jeder darauf aus ist die Macht auf viele Menschen zu verteilen, anstatt sie in einer Person zu bündeln.
Dafür bot mir die Handlung eine Menge Informationen und zusätzlich auch noch die ein oder andere Überraschung. Ein Grund dafür dürfte die Tatsache sein, dass diese Geschichte mir viel Neuland bietet und ich von Anfang an so viel Information wie möglich aufsaugen wollte. Vor allem der Anfang hat mich ziemlich gefesselt, denn zunächst wird man in die neue frische Welt, in der die Epics das Sagen übernommen haben geworfen nur um einige Seiten später weit in die Zukunft geschleudert zu werden, in der die Menschen sich an ihr neues Leben angepasst haben. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Handlung volle Fahrt auf, so dass man erst nach und nach über David's Leben aufgeklärt wird. Im Mittelteil verliert sich ein wenig die Spannung und es geht um viele Details und einige kleine Handlungen und Strategien, bevor die Spannung zum Schluss hin wieder rasant an Höhe gewinnt, in dem sie alle Spekulationen über den Haufen wirft und neue Überraschungen parat hält. 

Fazit

Neben dem amüsanten und doch sehr spannend gehalten Schreibstil ist David, der Protagonist, trotz seiner Verbissenheit gegenüber Epics, ein sehr liebenswürdiger Charakter. Schade ist nur, dass man die anderen Charaktere nicht sonderlich gut kennenlernt, da Geheimnisse in manchen Momenten der Einzige Schutz zu sein scheinen. Meiner Meinung nach kommen bei Steelheart vor allem Fans von den Marvelfilmen auf ihre Kosten, da Brandon Sanderson mit seinem Buch fast durchgehend für Spannung sorgt und zusätzlich eine Überraschungen in petto hat, bei der keine meine Spekulationen etwas gebracht haben.

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