Samstag, August 16

Rezension: Das wirst du bereuen - Amanda Maciel

Originaltitel: Tease
Autor: Amanda Maciel
Genre: Young Adult
Verlag: Boje/ Luebbe
Erschienen: Juli '14
Seitenanzahl [HC] : 304 Seiten
ISBN: 9783414824066
Preis: 14,99€
Ein Einteiler.

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Hier findet ihr den Klappentext.
Und hier gibt es die Leseprobe.
Quelle: bloggdeinbuch.de

'»Hatten Sie je eine körperliche Konfrontation mit Miss Putnam?«' (Erster Satz)
Emma ist neu an der Schule und sie ist wirklich hübsch mit ihren langen, lockigen, roten Haaren. Das macht sie bei vielen Jungs aus der Oberstufe beliebt, aber auch gleichzeitig bei vielen Mädchen unbeliebt. Und das unterschätzt Emma gewaltig, denn sie gerät in den Radar von Brielle, die ihr wann immer möglich das Leben schwer macht. Und als Emma sich an den Freund von Sara ranmacht, wird es ihr zu viel und auch sie beginnt Emma regelrecht zu mobben. Aber dann begeht Emma Selbstmord und Sara, ihre Freund und die Trümmer von Emmas Leben bleiben zurück.

Impressions

Mobbing. Selbstmord. Schuld.

Meinung

Die Geschichte handelt zu zwei verschiedenen Zeiten. Zum einen im Frühling vor Emma's Selbstmord und zum anderen im Herbst als es zur Anklage gegen Sara, die Protagonistin, und einigen ihrer Freunde kommt.

Und obwohl man von der Autorin ohne große Erklärungen in die Handlung geworfen wird, fiel es mir schon nach kurzer Zeit leicht der Handlung zu folgen. Der Aufbau des Buches hat mir dabei sehr gefallen, denn man erfährt zum einen was Emma scheinbar in den Tod getrieben hat und zum anderen was für einen Scherbenhaufen von Gefühlen Emma hinterlassen hat.
Auch dem Schreibstil konnte ich ziemlich gut folgen, da er ganz typisch für ein Jugendbuch sehr einfach gestrickt war und auch die typische Jugendsprache gut getroffen hat, aber leider ansonsten nichts besonderes aufzuweisen hatte.
Erwähnenswert ist außerdem, dass man nicht wie typisch für Bücher, die von Mobbing handeln, die Geschichte aus der Sicht des Opfers erlebt, sondern aus den Augen von Sara, der Täterin. Dies ermöglicht den Leser eine neue Sicht auf dieses empfindliche Thema und zeigt ihnen die Beweg- und Hintergründe für Mobber.
So kommen wir auch schon zu der Protagonistin Sara, die zunächst wie ein normales Mädchen schien. Doch schon bald bemerkte ich, wie sehr ihre Situation sie geprägt hat, denn sie zeigt kaum Gefühle oder wenigstens Interesse am Leben und ihren Mitmenschen. Das war auch einer der Gründe dafür, dass ich so lange gebraucht habe um mit ihr warm zu werden.  Deshalb wirkt sie selbst im nachhinein noch sehr blass, auch wenn sie zum Schluss hin etwas auftaut und den Leser an sich heranlässt. Auch ihre Entwicklung konnte ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Denn während dem ganzen Buch bereut Sara keine ihrer Taten und versteht nicht, oder will nicht verstehen, für was sie sich eigentlich entschuldigen soll. Erst am Ende des Buches kommt dann aus dem nichts die Wendung. Als Entwicklung kann ich das nicht ansehen, viel eher benimmt sie sich meiner Meinung wie ein stures Kind. Deshalb hätte mir hier mehr Gefühl und weitere Erklärungen gewünscht, damit ich Sara's Gedanken hätte besser nachvollziehen können.
So habe ich genau wie Sara beim Lesen kaum etwas empfunden und erst recht kein Mitleid mit einem der Charaktere gehabt. Ok, das ist nicht ganz richtig, denn die einzige Person, die tatsächlich etwas Mitleid verdient hat ist meiner Meinung nach Brielle. Jedoch nicht weil sie angeklagt wird, sondern weil sie einfach nicht erkennt, was für eine furchtbare Person sie ist und wie einsam ihr Leben zu sein scheint.
Aber ansonsten geht auch Brielle, sowie die anderen Charaktere, kaum in die Tiefe, so dass alle Charaktere ziemlich blass bleiben und kaum Gefühl vermitteln. Dafür sorgt die Story an einigen Stellen für Spannung und Neugier, wie es mit Emma und später im Herbst mit Sara weitergeht.

Fazit

Insgesamt kann ich sagen, dass das Buch eher der Unterhaltung dient, als das es Jugendliche von Mobbing abschreckt. Der Grund dafür sind die fehlenden Gefühle der Protagonistin, die auch dafür gesorgten, dass bei mir als Leser kaum Gefühle hochgekommen sind. Natürlich abgesehen von dem Gefühl weiterlesen zu müssen, nachdem ein paar Kapitel verflogen sind.
Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich mich weder mit Sara noch mit Emma identifizieren konnte. Dabei ist Emma's Situation alles andere als unrealistisch, weshalb es auf jeden Fall wichtig ist, Jugendliche darauf aufmerksam zu machen und sie mit dieser Art von Büchern aufzuklären.

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