Mittwoch, Februar 4

Rezension: The Sign_Die Wahrheit kommt ans Licht - Julia Karr

Quelle: randoumhouse.de/cbt
Titel: The Sign - Die Wahrheit kommt ans Licht
Originaltitel: XVI #2
Autor: Julia Karr
Genre: Dystopie
Verlag: cbt
Erschienen: Dez '14
Seitenanzahl [TB] : 416 Seiten
ISBN: 9783570307885
Preis: 8,99€
Der zweite Teil einer Reihe.

Leseprobe

'Ich dachte gerade darüber nach, was wohl geschehen würde, wenn herauskam, dass ich Ed umgebracht hatte, als Mr Haldewicks Stimme mich aus meinen Gedanken riss.' (Erster Satz)
Nachdem Nina's Mutter gestorben ist, leben sie und ihre Schwester bei ihren Großeltern. Und als sich gerade wieder der Alltag einstellt, gerät alles aus den Fugen. Nina's Großvater wird verhaftet, ihre Großmutter erleidet einen Herzinfarkt und Nina bleibt nichts anderes übrig, als das Angebot von Wei anzunehmen und bei ihr und ihrer Familie einzuziehen.
Dort lernt Nina auch die Schwesternschaft kennen und tritt ihr promt bei. Diese tut alles um Nina zu unterstützen, selbst als Nina's Familie plötzlich der Mittelpunkt der Medien wird. Aber trotz allem bleibt lässt Nina sich nicht unterkriegen.

Rezension
Obwohl ich den ersten Teil schon vor drei oder vier Jahren gelesen habe, tat ich mir überraschend leicht in die Geschichte zurückzufinden. Natürlich lag das wahrscheinlich vor allem daran, dass man uns so lange auf die deutsche Fortsetzung hat warten lassen. Aber auch der gewohnte Schreibstil half mir in Ninas Welt einzutauchen, die jedoch ganz anders war, als ich es mir ausgemalt hatte. 
Die Geschichte beginnt sehr rasant und bietet einige Überraschungen, wobei vor allem die Lügen, Intrigen und die Fehler des Systems im Vordergrund stehen. Diese ziehen sich nämlich über das ganze Buch, weshalb meiner Meinung nach die Action ziemlich schnell in den Hintergrund rückt. Aber auch die Handlung nimmt zum Mittelteil stark ab und zieht sich den gesamten Mittelteil hin. 
Den der größte Teil des Buchs handelt von Ninas Teenagerleben, das durch all ihren Problemen zu kurz kommt. Nichtsdestotrotz verliert man auch dadurch immer mal wieder den roten Faden.
Auch deshalb scheint das Buch vorhersehbar, bis auf wenige bedeutende Ausnahmen, die sich vor allem am Anfang und am Ende des Buches sammeln. 
Dennoch bleibt die Protagonistin interessant, denn sie zeigt sich sehr willensstark, obwohl ihre Welt zu ihren Füßen zerbricht. Zudem kümmert sie sich immer zuerst um ihre Mitmenschen, für diese kein Risiko scheut, aber dafür erhält sie von ihnen auch jede Unterstützung, die sie braucht und mehr. 
Nur die Eifersucht wirft einen Schatten auf ihren Charakter. 
Und diese Eifersucht hat mich als Leser ziemlich gestört, da ich mehr über die Gesellschaft erfahren wollte und Ninas Teenagerleben mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. 

Fazit


Meiner Meinung nach kommt gerade die Wahrheit, wie es im Titel vorausgesagt viel zu kurz, denn die Handlung verliert sich in den Lügen und Intrigen der Gesellschaft und konzentriert sich viel zu sehr auf Ninas persönliches Leben, welches nicht uninteressant ist. Aber dadurch schlittert die gesamte Handlung in den Hintergrund und man vermisst einige neue Ideen und Überraschungen, die dem Buch, auf das man so lange warten musste, das gewisse Etwas verpasst hätten können.

Impressionen: 

Kraft. Lügen. 

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