Sonntag, Oktober 25

Rezension: Das Erbe der Arvener - Igan Mich

Autor: Igan Mich
Genre: Fantasy
Erschienen: März '15
Seitenanzahl [TB] : 338 Seiten
ISBN:9780692339534 
Preis: 12,90€
Der erste Teil einer Reihe.

Und hier gibt es die Leseproben.

'Ein immer stärker werdendes Brennen in meinen Armen brachte mich aus der Bewusstlosigkeit zurück ins schmerzhafte Jetzt.' (Erster Satz)
Kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag entdeckt Xama ein Mal auf ihrem Gesicht, das wie ein Kreuz aussieht. Zuerst denkt sie an einen üblen Scherz, aber schon bald erkennt sie, dass sich mehr dahinter verbirgt, denn ihre toten Eltern gehörten der geheimnisvollen Gemeinschaft der Arverner an. Und genau dieses Erbe wird ihr Leben auf den Kopf stellen und sie großer Gefahr aussetzen, die sie nicht alleine bewältigen kann.

Rezension
Das Buch rund um die Arverner beginnt rasant, denn man stürzt direkt in einen von Xamas Albträumen und erlebt mit ihr ihre ‚Verwandlung’ zum Arverner. In dieser schweren Zeit versteckt sich Xama in ihrem Zimmer und versucht zu verstehen, was genau mit ihr geschieht, aber scheinbar kann außer ihr keiner das Mal, das mitten auf ihrer Stirn prangt, sehen. Dennoch ist die Entdeckung von Xama’s neuem Ich ziemlich interessant. Und bevor es langweilig wird, darf man zusammen mit Xama neue Personen kennenlernen, die frischen Wind in die Geschichte bringen, natürlich sind einige von Ihnen ebenfalls Arverner und helfen Xama und auch dem Leser dabei zu verstehen, was die Arverner tatsächlich sind. Ab hier steigt auch die Spannung, denn Xama erfährt, dass ihr Leben in Gefahr ist und muss ihr Leben total umkrempeln. 
Dazu macht sich nicht nur weite Reisen, sondern muss auch vertrauen in Fremde fassen und lernen sich auf ihren Instinkt zur verlassen, und das macht sie gar nicht schlecht.  Natürlich entstehen hier auch große Gefühle, die aber nicht durch die Liebe zwischen zwei Charakteren, sondern vor allem durch die Zuneigung und Zugehörigkeit zwischen Freunden und Familienmitgliedern auffallen. 
Auch den anderen Charakteren wurde eine gewisse Tiefe verliehen, aber besonders liebenswert macht sie die großzügige Unterstützung, die sie Xama zukommen lassen. 
Und schon bevor Xama sich versieht rutscht sie mitten in die Welt der Arverner und muss sich sofort beweisen. Dennoch überstürzt der Autor seine Erklärungen nicht und führt den Leser langsam an die Geheimnisse der Arverner ran. 
Und obwohl im Mittelteil einige neue Handlungsstränge aufgegriffen werden, zieht sich dieser ziemlich in die Länge. Erst zum Ende hin, als der böse Cliffhanger bevorsteht steigt die Spannung wieder rasant an und das Buch scheint doch wieder zu kurz. 
Dafür ist der Schreibstil recht angenehm, wenn auch nicht ganz so locker, wie man es bei einem Buch für junge Erwachsene vielleicht erwarten kann. Was die Sprache angeht sind noch einige Fehler drin, die mich persönlich aber beim Lesen nicht weiter störten, wichtiger war für mich die Tatsache, dass die Geschichte rund um die Arverner gut durchdacht war und dass mich das Ende erwartungsvoll zurücklässt. 


Fazit


Der Autor baut sich seine Geschichte auf der Grundlage interessanter Wesen auf, die zwar einige neue und interessante Eigenschaften aufweisen, die dem ganzen einen frischen Wind verleihen, aber auch nicht komplett aus der Luft gegriffen sind. An diese wird man auch langsam herangeführt, so dass man als Leser nicht überfordert ist und der Geschichte gut folgen kann. Andererseits hat vor allem der mittlere Teil einige langatmigere Passagen, die es einem leicht machen, sich vom Buch loszureißen.
Deshalb kann ich das Buch auch an alle weiterempfehlen, die auf eine spannende Geschichte aus sind und sich nicht von einigen langatmigeren Passagen abschrecken lassen.

Impressionen: 

Entdecken. Geheimnisse. Tod.



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