Samstag, Januar 23

Rezension: Das Licht von Aurora - Anna Jarzab


Titel: Das Licht von Aurora
Originaltitel: Tandem
Autor: Anna Jarzab
Genre: Fantasy
Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2015
Seitenanzahl [HC] : 448 Seiten
ISBN: 9783785579503
Preis: 17,95€
Serienroman.

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Und hier gibt es die Leseprobe.


'In der 10. Klasse belegte ich einen Philosophiekurs, um Punkte für meinen Abschluss zu sammeln.' (Erster Satz)
Seit ihre Eltern gestorben sind lebt Sascha bei ihrem Großvater, der Dozent an einer Universität ist und damit nicht viel Zeit für sie hat. Deshalb hält sie sich meistens in Ihrer Lieblingsbuchhandlung auf.
Und als eines Tages Grant Davis, der heißeste Typ der Schule, vor ihr steht traut sie ihren Augen nicht, den in den ganzen Jahren in denen sie zusammen auf eine Schule gegangen sind, hat er so gut wie nie ein Wort mit ihr gewechselt. Und plötzlich will er mit ihr zum Abschlussball gehen. Da sie früher für ihn geschwärmt hat, kann sich einfach nicht nein sagen. Aber da weiß sie auch nicht wer oder was hinter dem lieben Typ von nebenan steckt.



Rezension
Es gibt nicht viele Bücher, an die ich ohne Erwartungen herangehe, aber dies ist eines davon, da ich es ganz überraschend bekommen habe. Aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich auf keinen Fall bereue es gelesen zu haben. 
Die Geschichte fängt ganz ruhig an, denn Juliana verbringt ihre Tage meistens in ihrer Lieblingsbuchhandlung. Das macht die Protagonistin, die wie ich ein Bücherwurm ist, natürlich gleich ziemlich sympathisch. Doch als plötzlich ihr heimlicher Schwarm vor ihr steht und sie auf den Abschlussball begleiten will, hat man das Gefühl mitten in einer kitschigen Teenie-Komödie zu sein. Sein Geschenk für sie, dass er ihr direkt nach dem Ball überreicht, unterstützt dieses Gefühl nur umso mehr. Und auf einen Schlag ändert sich alles, denn als Sascha sich in Aurora wiederfindet, verfliegt das warme Gefühl um ihr Herz sofort. Und auch als Leser begreift man plötzlich, dass Grant nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Denn eigentlich ist er Thomas, der als Leibwächter für Prinzessin Juliana, die in einer Parallelwelt lebt, arbeitet. Da diese entführt wurde muss nun Sascha ihre Rolle übernehmen, zumindest, wenn sie überleben und irgendwann wieder nach Hause will.
Natürlich hatte ich sofort Mitleid mit der sympathischen und unschuldigen Protagonistin gehabt, und dennoch habe ich sie auch etwas beneidet, da sie in ein anderes Leben schlüpfen durfte. Und deswegen schaffte sie es mir mit jeder Seite mehr ans Herz zu wachsen. Aber auch Thomas ist auf den zweiten Blick anders als ich zuerst erwartet habe, denn weder Saschas noch Julianas Leben scheinen ihm egal zu sein. 
Nach Saschas Entführung nach Aurora nimmt die Spannung schnell zu, zudem darf man zusammen mit Sascha eine Welt entdecken, die der Erde nicht unähnlich ist und sich doch deutlich von ihr unterscheidet.  Und obwohl das Buch nur in einem kurzen Zeitraum spielt, hat man keine langgezogenen Passagen, sondern will das Buch nicht aus der Hand legen. Denn die Autorin versteht es mit der Spannung zu spielen und ich traute irgendwann keinem ruhigem Augenblick mehr. Und trotz allem wirkt das Buch nicht überladen. Man kann der Geschichte trotz vieler Ereignisse gut folgen, da zwischendurch einige Erklärungen eingeworfen werden.
Zudem erhält man einen Einblick in andere Charaktere, der weit über eine oberflächliche Beschreibung hinausgeht. Mir kam es eher vor, als könnte ich die Personen ziemlich schnell einschätzen und mich mit ihnen vertraut machen. Die Idee mit den Parallelwelten hat mir ebenfalls ziemlich gefallen, da sie eine schöne Abwechslung zu Dystopien bietet und dem Autor viel Raum lässt, schließlich gibt es hier nicht ganz so viele Bücher, die man zum Vergleich herziehen kann. 
Und der fiese Cliffhanger am Ende sorgt ziemlich geschickt dafür, dass man den zweiten Teil am liebsten sofort verschlingen will.


Fazit

Das Licht von Aurora ist eines der Bücher, die mich wirklich überraschen konnten. Denn nicht nur die Idee hinter dem Buch sorgt für Abwechslung, sondern auch die Handlung selbst sind abwechslungsreich und spannend. Und dank einiger Erklärungen, die auch das ganze Buch verstreut wurden, wir man nicht mit Informationen überladen und kann der Geschichte gut folgen. Trotz vielen aufeinanderfolgenden Ereignissen, wollte ich meistens nur wissen, wie es weitergeht.
Auch die Protagonstin, die auch noch ein Bücherwurm ist, konnte mich gleich für sich begeistern, denn sie meistert ihre Situation mit Bravur und lässt sich trotz ihrer Situation nicht unterkriegen.
Deshalb sollte man das Buch unbedingt gelesen haben, vor allem wenn einem die Idee mit der Parallelwelt gefällt, die sehr schön umgesetzt ist. Aber dank dem bösen Cliffhanger sollte man wohl noch so lange warten, bis der zweite Teil erschienen ist.

Impressionen: 

Entführung. Heimat. Sturrheit.

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