Mittwoch, März 16

Rezension: E.J. und das Drachenmal - Anika Öschger

Autor: Anika Öschger
Genre: Fantasy
Verlag: Riverfield
Erschienen: Sept' 15
Seitenanzahl [HC] : 304 Seiten
ISBN: 9783952446324
Preis: 19,90€
Einzelband.

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Und hier gibt es die Leseprobe.




'Grelles Licht lässt meine Augen förmlich explodieren, die Kopfschmerzen sind unerträglich. ' (Erster Satz)
Als Emilias Leben plötzlich aus den Fugen gerät und sie Fähigkeiten an sich entdeckt, die sie nicht haben sollte, weiß sie keinen anderen Ausweg als ihre Großmutter in ihrer Heimat Schottland zu besuchen. Denn wo sollte sie mehr über sich erfahren, als in ihren Wurzeln. Aber das Geheimnis, das ihr dort offenbart wird, ist größer als E.J. es sich hätte träumen lassen.
Und so stürzt sie vom gewöhnlichen Teenagerleben in einen Überlebenskampf, der auch das Retten der Welt beinhaltet. Aber was sie nicht bedenkt, ist das eine dunkle Macht im Hintergrund die Fäden zieht und es auf Emilias Kräfte abgesehen hat.


Rezension
In einer kurzen Einleitung wird dem Leser E.J.s Leben und ihr allzu gewöhnlicher Alltag nähergebracht und schon hier deutet schon alles daraufhin, dass dieser bald ein Ende findet. Dabei ist es nicht nur das Ende einer Beziehung, sondern auch die Schuppe im Büro ihres Vaters, die den Anfang von E.J.s restlichem Leben symbolisiert. Und nach dieser Einleitung geht es ziemlich rasant weiter, wobei der lockere und sehr jugendliche Schreibstil dafür sorgt, dass man sehr flott vorankommt.
Denn schon kurz danach entdeckt E.J. ungeahnte Fähigkeiten an sich, die ihr nicht nur ein Tattoo, sondern auch glühende Hände und damit eine Menge Angst bescheren. 
Und ihr bester Freund scheint der Einzige zu sein, der ihr glaubt und dennoch keine Angst vor ihr hat. Aber trotz seiner sympathischen, wenn auch manchmal kitschigen Art, kann er E.J. nicht helfen. Ganz im Gegensatz zu ihrer Großmutter, die nicht nur für ihre Enkelin, sondern auch für mich, als Leser, eine große Bereicherung war. Denn sie zeigt schon von Beginn an Authentizität, wie kaum ein anderer Charakter. Dabei ist sie nicht die Großmutter von nebenan, sondern hat Witz, wirkt weise und beweist immer wieder eine liebevolle Strenge, die die Teenager manchmal so dringend benötigen. Natürlich ist auch die Protagonistin E.J. nicht unsympathisch, nur fehlt ihr meiner Meinung nach das Gewisse etwas. Zwar hat sie besondere Kräfte, aber ihr fehlt der Charakterzug, der ihren Charakter prägt und dafür sorgt, dass ich mich als Leser vielleicht mit ihr identifizieren kann. Auch die anderen Drachen sind eher gewöhnlich und trotz einiger witziger Szenen, fallen sie in der großen Menge nicht auf. Dabei hätte ich mir gerade von diesen zentralen Charakteren mehr Tiefe und nicht nur das Anschneiden ihrer Charaktere erwartet.
Aber es sind neben der Reise nach Schottland, vor allen die Trainingsszenen, die das Buch meiner Meinung nach prägen. Denn hier entdeckt man zusammen mit den Charakteren ihre Fähigkeiten und wie diese zusammenspielen, denn die Autorin hat sich Mühe gegeben zu zeigen, dass all diese Kräfte aus derselben Quelle entstammen und sich gegenseitig ergänzen. Zudem ist es außergewöhnlich zu sehen, wie vielfältig die Kräfte der Drachen sind und wie viele Gedanken sich die Autorin darübergemacht hat. 
Zudem zeigen einige Details die Leidenschaft der Autorin, vor allem gefiel mir, dass sie auch Schottland und seine Mythen nicht außer Acht lässt. Aber auch auf den Handlungsstrang hat die  junge Autorin viel Wert gelegt, denn man kann ihm gut folgen, wenn auch einiges nicht ganz unerwartet geschieht. 
Das große Finale verging ziemlich schnell, aber obwohl ich zufrieden mit dem Ausgang der Geschichte bin, fehlte mir auch hier das gewisse Etwas bzw. der Überraschungseffekt. 

Fazit


Anika Öschger serviert uns mit ihrem Buch eine unterhaltsame und gut durchdachte Geschichte und diese bietet sowohl Witz, als auch ein paar faszinierende Momente, die wiederum dafür sorgen, dass die Seiten dahinfließen. Dennoch fehlte mir das gewisse etwas was die Protagonistin, aber auch die Handlung angeht, denn diese konnte mich trotz schöner Details nicht ganz von sich überzeugen.
Dennoch bin ich überzeugt, dass dieses Buch vor allem Fantasyneulinge ansprechen könnte, denn man merkt sofort, wie viel Herzblut die Autorin in dieses Buch gesteckt hat.
Allein deshalb sollte man sich unbedingt eine Meinung dazu bilden. 

Impressionen: 

Leben. Mythen. Abenteuer


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